04.02.2026
Deutscher Holzhandel: Nach Jahresendspurt 3 % Umsatzplus in 2025
Der deutsche Holzhandel blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2025 zurück, geprägt von einer verhaltenen Nachfrage in den meisten Sortimenten auf der einen Seite und erheblichen Kostensteigerungen auf der anderen Seite. Nach einem unerwartet starken Schlussspurt im Dezember mit einem zweistelligen Wachstum stellte sich für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von 3 % ein. Das verweise allerdings weniger auf eine gute Marktsituation für die Branche als vielmehr auf eine Konsolidierung auf niedrigem Niveau, dämpft der Gesamtverband Deutscher Holzhandel, GD Holz, verfrühte Erwartungen an einen nachhaltigen Aufschwung. 2024 waren die Erlöse um 5 % zurückgegangen, 2023, im ersten Jahr der Nach-Corona-Effekte, sogar um 15 %.
Die wichtigsten Sortimente entwickelten sich im Branchenvergleich durchschnittlich. Positiv heraus ragten Hobelwaren mit + 7 % und Schnittholz mit + 5 %. Generell sorgten 2025 die weiter rückläufige Zahl an Baufertigstellungen, die Zurückhaltung des Endverbrauchers, allgemeine Unsicherheit und mangelnde Investitionsbereitschaft für ein schwieriges Geschäftsumfeld. Vor diesem Hintergrund rechnen die gut am GD Holz Betriebsvergleich teilnehmenden Unternehmen für das laufende Jahr 2026 überwiegend mit einer weiteren Stabilisierung als mit einem wirklichen Aufbruch. Konkret gehen rund zwei Drittel der Befragten von gleichbleibenden oder leicht steigenden Umsätzen aus, wobei der Holzgroßhandel optimistischer eingestellt ist als der Holzeinzelhandel.