Der Insolvenzverwalter für die Hammer Raumstylisten GmbH teilte mit, dass bislang keine Investorenlösung gefunden wurde und daher zur Vorbereitung der Schließung und Beendigung der operativen Betriebstätigkeit noch im April sämtliche Arbeitsverhältnisse mit einer Frist von maximal drei Monaten gekündigt würden. Der laufende Räumungsverkauf in den verbliebenen 41 Filialen wird fortgesetzt. Da allerdings nicht mehr überall genügend Ware vorhanden ist, werden Ende April weitere 20 Standorte geschlossen. Die übrigen gehen Ende Mai 2026 vom Netz, sofern nicht doch noch eine Investorenlösung gelingt.
Parador hat sich mit Wirkung zum 1. Mai die Namensrechte, die Website und bestimmte immaterielle Vermögenswerte der Marke HKS 1835 von Heinr. Krüger + Sohn gesichert. Der Importeur aus Münster hatte Anfang 2026 beim zuständigen Amtsgericht ein Insolvenzverfahren beantragt, das im Februar eröffnet worden war. Der Betrieb lief bis heute unter Insolvenzverwalter Eric Coordes weiter. Konkret führt Parador ausgewählte HKS-Produktlinien wie Manufaktur Deluxe, Vinyl und Massivholzdielen fort. Außerdem wird ein leitender Mitarbeiter von HKS integriert. Die operative Eingliederung startet zum 1.Juni 2026. Der HKS-Standort in Münster wird nicht fortgeführt. Insolvenzverwalter Coordes ist aber zuversichtlich, dass nahezu alle bestehenden Arbeitsplätze in Folgebeschäftigungsplätze übergehen werden.
Der Konzernumsatz der Surteco-Gruppe gab im Geschäftsjahr 2025 um -4 % auf 821,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr nach. Nach Sondereffekten wie fehlender Umsatzerlöse aus dem aufgegebenen Geschäft mit Imprägnaten und negativer Währungskurseffekte belief sich der organische Umsatzrückgang auf -2 %. Das EBITDA fiel auf 72,1 Mio. EUR (-24 %). Schlussendlich bilanziert das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag von -14,3 Mio. EUR. In der Geschäftseinheit Surfaces wurden 253,1 Mio. EUR (-5 %) umgesetzt; mit technischen Profilen, Sockelleisten und Zubehör (Döllken Profiles) 133,6 Mio. EUR (+3 %).
Die Landesinnung Parkett und Fußbodentechnik Baden-Württemberg unternahm kürzlich einen Ausflug zum Haro-Parkettwerk in Stephanskirchen bei Rosenheim. Rund 45 Teilnehmende informierten sich am Standort aus erster Hand über die moderne Fertigung und das aktuelle Produktsortiment. Groß war vor allem jedoch das Interesse an der künftigen Ausrichtung des traditionsreichen deutschen Parkett- und Bodenbelagsherstellers, der im März an die neue Muttergesellschaft Mutares veräußert worden ist.
Kiesel Bauchemie, Teil des Baustoffkonzerns Cemex, hat seinen Markenauftritt überarbeitet. Das neue Logo „Kiesel - A Cemex Brand“ verbindet die familiäre Tradition des Esslinger Bauchemieherstellers mit der Marktbedeutung des Mutterkonzerns Cemex. Geschäftsführer Dirk Schulze betont, dass die Marke Kiesel maßgeblich zum angestrebten Wachstum der Cemex-Gruppe im Bereich Bauchemie beitrage, und Geschäftsführerin Beatrice Kiesel-Luik, aus der Gründerfamilie stammend, sieht in dem behutsamen Markenrelaunch einen wichtigen Schritt in die Zukunft: „Wir wollen, dass Kiesel als Kiesel erkennbar bleibt. Gleichzeitig wollen wir die Stärke unseres Mutterkonzerns auch nach außen tragen.“
Für den Februar 2026 meldet das Statistische Bundesamt 22.200 genehmigte Wohnungen, 24,1 % mehr als im Vorjahresmonat. Während im Neubau (19.000) das Plus sogar bei 30,6 % liegt, ist die Zahl der Genehmigungen für Umbauten in bestehenden Gebäuden auf 3.200 (-4,0 %) zurückgegangen. Bezogen auf die ersten beiden Monate des Jahres ist die Zuwachsrate mit 16,2 % auf 34.500 genehmigte Wohnungen ebenfalls zweistellig. Für den Neubau weisen die Statistiker +17,6 % aus; im Bestand sind es mit +3,9 % deutlich weniger.
Aus Sicht des Gesamtverbands Deutscher Holzhandel (GD Holz) reichen die von der Bundesregierung vorgestellten Reformvorschläge nicht aus, um die angespannte wirtschaftliche Lage mittelständischer Unternehmen spürbar zu verbessern. Demnach trügen zeitlich begrenzte Energiekostensenkungen und steuerfreie Mitarbeiterprämien nicht zur eigentlichen Ursachenbekämpfung bei. Darüber hinaus fordert der GD Holz überzeugendes politisches Handeln für die Reformen der Sozialversicherungssysteme, den Abbau von Doppelbelastungen und Bürokratieentlastungen.
Zum 1. April ist Parkettrabatte aus Dortmund der Hagebau beigetreten. Das Hybrid-Unternehmen ist auf Bodenbeläge und Türen spezialisiert und kombiniert stationären Handel und ein digitales Geschäftsmodell. Im Online-Shop wird ein breites Sortiment an Parkett, Laminat- und Vinylböden plus Zubehör und Türen angeobten, ergänzt durch eine über 1.000 m2 große Ausstellung sowie Fachberatung vor Ort und online. Parkettrabatte-Geschäftsführer Tobias Aussieker sieht Vorteile für sein Unternehmen in den Leistungen der Kooperation, insbesondere im Einkauf, der Logistik und der Sortimentsentwicklung, „auch das Ausstellungssystem und die Eigenmarken spielen eine wichtige Rolle.“
Der Industrieverband Klebstoffe (IVK) sieht die Verfügbarkeit zentraler Rohstoffe und Vorprodukte aufgrund der anhaltenden Störungen internationaler Lieferketten unter Druck. In Teilen bestünden bereits spürbare Engpässe. „Wenn die Stoffströme weiter gestört bleiben, spüren das sehr schnell auch viele Anwenderindustrien. Umso wichtiger sind verlässliche und praktikable bürokratische Rahmenbedingungen, um die Versorgungssicherheit und Produktion nicht zusätzlich zu erschweren“, mahnt Ilaria Brillarelli (Wacker Chemie), Vorsitzende im IVK-Arbeitskreis Rohstoffe.
Seit 1. April verantwortet Daniela Brahmann die Vertriebsleitung „Admixtures for Concrete“ (Betonzusatzmittel) für Mapei. Brahmann verfügt über langjährige Branchenkenntnis und umfangreiche Erfahrung im Bereich Betonzusatzmittel. In den vergangenen zehn Jahren war sie Area Sales Managerin bei Cemex Admixtures, davor Verkaufsleiterin bei der Amo/Debus-Gruppe sowie Vertriebsleiterin bei Max Bögl Roh & Baustoffe.