23.09.2026
ISP: Neue Holz-Kampagne und Revision der Boden-Parkettleger-Ausbildung
Gut besucht war die diesjährige Herbstversammlung der Interessengemeinschaft Schweizer Parkettmarkt, ISP. Geschäftsführer Mark Teutsch führte rund 140 Teilnehmer durch ein themenreiches Programm. Schwerpunkte waren unter anderem die Revision bei Boden-Parkettlegern EFZ, die neue ISP-Holz-Kampagne, ein Schreiben an die Parkettindustrie zu zunehmenden Problemen mit Herstellervorgaben bei den Expertisen sowie der KI-Einsatz bei Gutachten.
Eingangs gab Mark Teutsch einen Überblick über die Ausbildungsverhältnisse bei Boden-Parkettlegern: Die Anzahl sei leicht gesunken, übertreffe aber immer noch das Jahr 2024. In diesem Zusammenhang informierte er auch über die Revision des Berufsbildes Boden-Parkettlegern EFZ. Die Umstellung auf das neue System soll 2029 erfolgen und erfreut sich laut Teutsch hoher Zustimmung in der Branche.
Ein wesentlicher Punkt war die neue ISP-Holz-Kampagne, die bereits in den sozialen Medien angelaufen ist. Mit einer humorvoll transportierten Botschaft soll sie Aufmerksamkeit schaffen und die besonderen Eigenschaften von Parkett wieder stärker ins Bewusstsein rücken. „Die Beiträge dürfen gern geteilt werden“, appellierte Teutsch an die Anwesenden. Weiterhin äußerte sich der ISP-Geschäftsführer zur neuen Holzhandelsverordnung und berichtete von einem Schreiben der Geschäftssteller an die Parkettindustrie, das auf zunehmende Probleme mit Herstellervorgaben bei den Expertisen verweist.
Im Bereich Technik griff Teutsch einige Schadensbeispiele aus der Rubrik „Traurige Fälle“ auf und zeigte, wie sich KI bei Gutachten bemerkbar macht – und „leider meistens zu einem deutlichen Mehraufwand führt“. Ein weiteres Thema war Schädlingsbefall von Parkett, mit Erläuterungen, wann ein Schädlingsbefall vorliegt und auf was dabei geachtet werden müsse.
Komplettiert wurde das Programm von Kurzpräsentationen einiger Gastmitglieder sowie einem Vortrag von Beat Flach, Berater im Rechtsdienst des schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins und bis Mai 2026 Schweizer Nationalrat, zu den Anzeige- und Abmahnungspflichten des Parkettlegers anhand aktueller Gerichtsentscheide und typischer Fälle. Dabei ging er unter anderem auf die Anforderungen an eine wirksame Abmahnung, die notwendige Dokumentation, die Haftungsfrage und die Folgen einer unterlassenen Anzeige ein. Darüber hinaus zeigte er anhand von Checkliste und Formulierungsbeispielen, wie sich Unternehmen im Baustellen-Alltag absichern können.
Die nächsten ISP-Termine: Seminar Westschweiz am 12. November 2026 im Signal Bougy nahe des Genfer Sees, die Generalversammlung 2027 am 9. April 2027 in Niederscherli und die nächste Herbstversammlung am 21. September 2027 in Lenzburg.