15.06.2026
Prinz: Treppenkantenprofile rutschhemmend zertifiziert
Treppen bergen Gefahren – jeder Fehltritt kann schwerwiegende Folgen haben. So gehören Stolpern, Stürzen und Ausrutschen zu den häufigsten Ursachen von Arbeitsunfällen. Laut berufsgenossenschaftlichen Statistiken ereignen sich im gewerblichen Bereich allein rund 36.000 Treppenunfälle pro Jahr. „Die Beschaffenheit der Stufenkante ist entscheidend für die Unfallvermeidung“, weiß Katharina Prinz, Geschäftsführerin von Carl Prinz. Aus diesem Grund hat das Unternehmen seine Treppenkantenprofile vom renommierten MPI-Prüfinstitut Jens Hellberg nach DIN EN 16165 prüfen und zertifizieren lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mehr als 30 Treppenkantenprofile und Gleitschutzeinlagen von Prinz erreichten Rutschhemmklassen zwischen R11 und R13 – und sind damit optimal für den Einsatz in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden geeignet.
Zum Hintergrund: Die DIN EN 16165 legt Prüfverfahren zur Bestimmung der Rutschhemmung von Oberflächen fest. Während im privaten Bereich keine gesetzliche Verpflichtung besteht, müssen in öffentlich zugänglichen oder gewerblich genutzten Gebäuden gemäß der BGI/GUV-I 561 „Informationen zu Treppen“ rutschhemmende Stufenoberflächen und sichtbare Stufenkanten verbaut werden. Gefordert sind je nach Nutzung und Belastung Rutschhemmklassen von R9 für trockene Innenbereiche bis R13 für Arbeitsstätten mit hoher Rutschgefahr.
„Unsere geprüften Treppenkantenprofile leisten einen wichtigen Beitrag zur Unfallprävention – gerade dort, wo viele Menschen unterwegs sind und hohe Beanspruchungen auftreten“, sagt Katharina Prinz. Besonders hervorzuheben ist etwa das Modell 184 (Klasse R11), das in Kombination mit 2,5 mm starkem Designbelag eine flächenbündige Kante bildet. Noch mehr Sicherheit bietet das Kombiprofil 191 (Klasse R12) mit Gleitschutzeinlage (825). Die höchste Rutschhemmung bietet zum Beispiel das Profil 217 mit schwarzer Antirutscheinlage – zertifiziert mit R13.
Neben der reinen Rutschhemmung trägt auch die Sichtbarkeit der Stufen bedeutend zum Unfallschutz bei. „Ein schwarzer Boden mit schwarzem Profil mag zwar optisch ansprechend sein, ist aber sicherheitstechnisch problematisch“, sagt Katharina Prinz. Silberne Profile auf dunklem Untergrund oder farbige Einlagen in Signaltönen erhöhen die Sichtbarkeit hingegen deutlich. Auch Licht verbessert die Sicherheit auf Stufen – sichtbar macht sie beispielsweise die LED-Treppenkante 218 mit integrierter Beleuchtung bei Tag und Nacht.