28.02.2025
Hagebau: Kein Vorstandschef mehr und Ausbau des Einzelhandelsgeschäftes
Einige Monate nach der Demission des Hagebau-Vorstandsvorsitzenden Jan Buck-Emden, von dem sich der Aufsichtsrat der Kooperation im Herbst 2024 getrennt hatte, wurde nun bekannt, dass die Suche nach einem Nachfolger gestoppt wird. Es bleibt bei der jetzigen dreiköpfigen Führungsspitze mit Frank Staffeld als Verantwortlicher für den Einzelhandel, sprich das Baumarkgeschäft, Detlef Jahnke steht dem Fachhandel vor und Sven Grobrügge wacht über die Finanzen.
Staffeld will mit einem neuen Markt- und Eigenmarkenkonzept für Wachstum im Einzelhandel sorgen. Für das laufende Jahr strebt er ein Umsatzwachstum von 1,5 % an, sagte er gegenüber der Lebensmittelzeitung. Die ersten Schritte der neuen Strategie sind bereits umgesetzt: Die Vertriebsleitung wurde mit Christian Heß neu besetzt, im November 2024 wurde ein neues Omnichannel-Geschäftsmodell verabschiedet, das den Gesellschaftern die Erträge des Onlineshops sichert, derzeit wird das Sortiment überarbeitet. Dazu gehören auch Änderungen auf der Verkaufsfläche, so werden Tierbedarf, Garten und Wärmepumpen ausgebaut, Tapeten und Teppiche sollen dagegen weniger Raum erhalten und mehr online angeboten werden.
Auch die Hagebau-Eigenmarke soll einem Relaunch unterzogen und von einer neuen Preiseinstiegsmarke einerseits sowie einigen Exklusivmarken andererseits flaniert werden. Staffeld will „die Einkaufsseite mit allen Hebeln, die wir haben, ausschöpfen.“ Geplant ist in diesem Zusammenhang ferner, den Einkauf von Einzelhandel und Fachhandel stärker zu verschmelzen und den internationalen Einkauf über die inernationale Allianz Arena zu forcieren. Die zehn Mitglieder des Kreises kaufen gemeinsam ein und haben kürzlich Indien als neues Bezugsland aufgenommen.
Mit all diesen Aktivitäten sieht Staffeld die Hagebau gut aufgestellt - für einen wachsenden wirtschaftlichen Erfolg und die Bindung der Gesellschaft sowie die Gewinnung neuer. „Unsere Gesellschafter habe Mitspracherecht, unsere Konditionen und die Aussteuerungen von Erträgen sind transparent, die Gesellschafter wissen, wie viel Geld die Zentrale benötigt und partizipieren anders als bei anderen Systemen zu 100 % vom Onlineshop.“ Künftig wolle die Hagebau zudem Dienstleistungen stärker clustern und als Pakete anbieten. „Wir wollen den operativen Aufwand für die Märkte reduzieren, ihnen Zeit und Kosten ersparen.“