Parkett Interfloor GmbH - Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb im Handwerk 2022
Parkett Interfloor, Düsseldorf

Parkett Interfloor, Düsseldorf

Beim wichtigen Thema Ausbildung von 0 auf 100


Mit Fokussierung auf Handwerksqualität und Beratungskompetenz hat Jan Loosen seinen Verlegebetrieb Parkett Interfloor seit der Übernahme vor vier Jahren neu ausgerichtet. Von Beginn an hat auch das wichtige Thema Ausbildung hohe Priorität. Jährlich erhalten zwei Auszubildende für das Parkett- und Bodenlegerhandwerk eine berufliche Zukunftsperspektive. Die Jury würdigt das vorbildliche Engagement für den Nachwuchs mit dem Parkett Star.

Anpackend, pragmatisch und mit klarer Fokussierung auf Handwerksqualität hat Jan Loosen seinen Bodenfachbetrieb, den er 2017 im Zuge einer Nachfolgevereinbarung übernommenen hat, binnen vier Jahren nach seinen Vorstellungen umgebaut. Dabei hat der 40-Jährige seinem Unternehmen nicht nur seinen eigenen Stempel aufgedrückt, sondern auch kräftiges Wachstum hingelegt – wenn er dieses Jahr die angestrebte Umsatzmarke von 2 Mio. EUR erreicht, hat sich das Ergebnis seit der Übernahme nahezu verdreifacht. Und die Zahl der Beschäftigten ist von anfangs fünf auf mittlerweile 20 gestiegen. „Von den 15 Mitarbeitern draußen sind gut die Hälfte Parkettleger, die andere Hälfte Bodenleger“, sagt Jan Loosen. „Wir überzeugen auf der Baustelle vor allem durch gute Handwerksleistung und Beratungskompetenz – bis zur Abnahme und darüber hinaus.“

Mit diesem Qualitätsversprechen soll sich sein Verlegebetrieb in der Rhein-Metropole von anderen abheben. Zwei Drittel der Aufträge kommen von Kommunen und Gewerbekunden, ein Drittel von Privatleuten. Rund die Hälfte des Umsatzes generiert der Betrieb mit Parkettarbeiten. „Das Bauen mit Holz zieht sich wie ein roter Faden durch mein berufliches Leben“, sagt der gelernte Zimmermann und Bauingenieur, der vormals als Projektleiter bei Hochtief tätig war, auch fünf Jahre im Emirat Katar, sowie für das niederländischen Bau-Generalunternehmen BAM in Stuttgart, bevor es ihn wieder zum Handwerk und in seine Heimatstadt Düsseldorf gezogen hatte. In der Landeshauptstadt kann Parkett Interfloor eine Reihe namhafter Referenzprojekte aufführen. Umfangreich saniert wurden etwa große öffentliche Flächen wie der Aquazoo, der Kunstpalast, die Tonhalle und das Stadtmuseum.

Umzug und Umfirmierung als logische Konsequenz der Neuausrichtung

Parkett Interfloor, Düsseldorf
Ausbilder Tomasz Wojcik zeigt die Gesellenplatte von Sayed Azim Alawi, die mit der Note 2 Plus überdurchschnittlich gut abschnitt.

Ein großes Rad gedreht hat Jan Loosen im Oktober 2021 mit dem Umzug seines Handwerksbetriebes in den zentrumsnahen, gut angebundenen Stadtteil Flingern. Mit ihm einher ging auch die Umbenennung in Parkett Interfloor (vormals Bock-Interfloor). „Parkett Interfloor ist für Privatkunden die sinnvollere Namensgebung“, erklärt der umtriebige Unternehmer. „Parkett hat unter den Bodenbelägen einen gewissen Status, damit können wir uns eindeutiger positionieren.“ Das neue Quartier liegt in einem von vier Höfen mit Loftcharakter und beherbergt auf rund 800 m²-Fläche ein 400 m² großes Lager, die 200 m² große Ausstellung sowie einige Büroräume. Die Ausstellung wird seit dem Einzug nach und nach eingerichtet – mit allen Arten von Bodenbelägen: Parkett und Holzböden, Designbeläge, Teppichböden und Linoleum. Ein Ausstellungsbereich für Parkett und Holzböden ist mit Musterständern von Jaso, Trumpf, Dennebos, Belgiqa und Berg & Berg eingerichtet, ein anderer ist den Produkten von Bauwerk vorbehalten. Hinzu kommen Verlege- und Oberflächenprodukte der Marken Thomsit, Bona, Rubio Monocoat und Faxe.

Ausbilden, weil die Branche dringend Nachwuchs braucht

Seit der Übernahme vor vier Jahren hat Ausbildung für Loosen hohe Priorität. Aktuell sind drei Auszubildende im Team – ein angehender Bodenleger und zwei angehende Parkettleger. Bewerbungen gebe es genügend, aber es sei nicht einfach, geeignete Bewerber mit echtem Interesse am bodenlegenden Handwerk zu finden, schildert der Unternehmer seine Erfahrung. Über Schnuppertage und Praktika macht er sich zunächst ein Bild von potentiellen Kandidaten für eine Lehrstelle. „Wir stellen jedes Jahr zwei Auszubildende für das Parkett- und das Bodenlegerhandwerk ein, damit wir letztlich einen Azubi pro Lehrjahr haben, denn in der Regel macht einer von zweien die Ausbildung nicht zu Ende.“ Dies sei leider Branchendurchschnitt. „Auch wenn es aufwendig ist, halten wir an zwei Auszubildenden fest – weil die Branche dringend Nachwuchs braucht und weil wir bestens ausgebildete, zuverlässige 'Eigengewächse' heranziehen wollen, auf die wir uns im Team voll verlassen können.“

Betriebsleiter Tomasz Wojcik ist Ausbilder im Unternehmen. Seine Ausbildereignung hat er schon seit Längerem, der Meisterkurs verzögert sich wegen der anhaltenden Pandemie zurzeit länger als geplant. Mittlerweile ist auch Jan Loosen in die Meisterfortbildung eingestiegen, so dass bei Parkett Interfloor künftig zwei Meister für eine gute Ausbildung stehen werden. Tomasz Wojcik: „Unser Ziel ist, dass unsere Auszubildenden Eigenverantwortung entwickeln, nach dem Motto 'Hilf mir, es selbst zu tun'.“ Dass sein erster Lehrling, Sayed Azim Alawi, seine Ausbildung vor Kurzem mit Bravour abgeschlossen hat und jetzt als Geselle das Team verstärkt, macht den Ausbilder stolz. „Sayed ist ein hervorragender Parkettleger – sein und unser Einsatz haben sich gelohnt.“ Der junge Afghane, der als Geflüchteter nach Düsseldorf kam, hat die von seinem Lehrbetrieb angebotene Unterstützung in Form von Nachhilfe in Theorie und Sprachförderung von Beginn an wahrgenommen und bis heute viel gelernt. Jetzt arbeitet der Geselle selbständig allein auf der Baustelle, hat dafür gerade den Führerschein gemacht und nimmt nach wie vor Sprachförderung in Anspruch.

Azubis lernen die gesamte Bandbreite der Sanierung im Bestandsbau kennen

Parkett Interfloor, Düsseldorf
Sayed Azim Alawi war der erste Parkettleger-Auszubildende bei Jan Loosen. Nach bestandener Abschlussprüfung arbeitet der Geselle jetzt selbständig auf der Baustelle.

„Ausbildung ist wichtig, wir brauchen den Nachwuchs, und deshalb engagieren wir uns unvermindert, jungen Menschen eine berufliche Chance und eine Zukunftsperspektive zu bieten“, sagt Wojcik. Weil der 27-Jährige selbst aus einer Bodenlegerfamilie kommt und das Gewerk von der Pike auf gelernt hat, weiß er, dass mit Aufträgen im Bestand in seinem Handwerk das Meiste gelernt wird. In dem nicht allzu großen Betrieb mit einem breiten Verlegespektrum aller Arten von Bodenbelägen und den dazugehörigen Untergrundarbeiten lernen die Auszubildenden die gesamte Bandbreite der Sanierung im Bestandsbau kennen.

Im Miteinander legt das Team von Parkett Interfloor Wert auf einen kollegialen, wertschätzenden Umgang. Das Ausbildungsklima ist familiär und die angehenden Parkett- und Bodenleger bekommen praktische Hilfestellung und Tipps sowie Übungsmöglichkeiten für die Prüfungsvorbereitung. Ausbilder Tomasz Wojcik zeigt auf Sayeds Gesellenstück: „Wir stellen unseren Lehrlingen das Material für die Platte kostenlos zur Verfügung, dies hier ist Wenge. Je nach verwendeten Holzarten kommen dabei schnell 500 bis 1.000 EUR zusammen.“ Die Massivhölzer für die Gesellenstücke der nächsten beiden Prüflinge liegen bei Parkett Interfloor bereits auf Lager.

Imke Laurinat



Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb im Handwerk des Jahres 2022
Parkett Interfloor GmbH
Hoffeldstraße 104
40235 Düsseldorf
eMail: info@interfloor.de
Internet: www.interfloor.de
Telefon: 0211 / 964800
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