Uzin Utz hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals die Umsatzmarke von 500 Mio. EUR übertroffen. Während der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,1 % auf 505,1 Mio. EUR stieg, gab das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 5,6 % auf 40,4 Mio. EUR nach. Die EBIT-Marge betrug 8 %. Im Ausblick strebt der Ulmer Bauchemiehersteller bis 2030 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 8 bis 12 % pro Jahr an.
Der Konzernumsatz der Surteco-Gruppe gab im Geschäftsjahr 2025 um -4 % auf 821,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr nach. Nach Sondereffekten wie fehlender Umsatzerlöse aus dem aufgegebenen Geschäft mit Imprägnaten und negativer Währungskurseffekte belief sich der organische Umsatzrückgang auf -2 %. Das EBITDA fiel auf 72,1 Mio. EUR (-24 %). Schlussendlich bilanziert das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag von -14,3 Mio. EUR. In der Geschäftseinheit Surfaces wurden 253,1 Mio. EUR (-5 %) umgesetzt; mit technischen Profilen, Sockelleisten und Zubehör (Döllken Profiles) 133,6 Mio. EUR (+3 %).
Die Landesinnung Parkett und Fußbodentechnik Baden-Württemberg unternahm kürzlich einen Ausflug zum Haro-Parkettwerk in Stephanskirchen bei Rosenheim. Rund 45 Teilnehmende informierten sich am Standort aus erster Hand über die moderne Fertigung und das aktuelle Produktsortiment. Groß war vor allem jedoch das Interesse an der künftigen Ausrichtung des traditionsreichen deutschen Parkett- und Bodenbelagsherstellers, der im März an die neue Muttergesellschaft Mutares veräußert worden ist.
Nachdem sich auf dem europäischen Parkettmarkt zu Beginn des Jahres leichte positive Tendenzen abzeichneten, hat der Iran-Krieg für neue Unsicherheiten gesorgt und die zaghafte Erholung abrupt gestoppt. Die bereits hohen Energie- und Transportkosten verteuern sich weiter, damit steigt der Druck auf die Produktionskosten. Die Inflation nimmt wieder zu, ebenso die Preise für Rohstoffe wie Holz. Herausforderungen im Vertrieb und Druck auf die Margen belasten die Lieferkette zusätzlich. Die Folgen: Projekte werden verschoben oder neu kalkuliert, was den Parkettabsatz hemmt. Aber: es gibt auch Faktoren, die der europäischen Parkettindustrie einen gewissen Ausgleich eröffnen könnten, wie die zunehmende Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden und rückläufige Parkettimporte aus Asien. Insgesamt ist die Branche derzeit dennoch von Vorsicht und nur mäßigen Perspektiven geprägt, da wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten die Anzeichen einer allmählichen Markterholung überschatten.
Kiesel Bauchemie, Teil des Baustoffkonzerns Cemex, hat seinen Markenauftritt überarbeitet. Das neue Logo „Kiesel - A Cemex Brand“ verbindet die familiäre Tradition des Esslinger Bauchemieherstellers mit der Marktbedeutung des Mutterkonzerns Cemex. Geschäftsführer Dirk Schulze betont, dass die Marke Kiesel maßgeblich zum angestrebten Wachstum der Cemex-Gruppe im Bereich Bauchemie beitrage, und Geschäftsführerin Beatrice Kiesel-Luik, aus der Gründerfamilie stammend, sieht in dem behutsamen Markenrelaunch einen wichtigen Schritt in die Zukunft: „Wir wollen, dass Kiesel als Kiesel erkennbar bleibt. Gleichzeitig wollen wir die Stärke unseres Mutterkonzerns auch nach außen tragen.“
Für den Februar 2026 meldet das Statistische Bundesamt 22.200 genehmigte Wohnungen, 24,1 % mehr als im Vorjahresmonat. Während im Neubau (19.000) das Plus sogar bei 30,6 % liegt, ist die Zahl der Genehmigungen für Umbauten in bestehenden Gebäuden auf 3.200 (-4,0 %) zurückgegangen. Bezogen auf die ersten beiden Monate des Jahres ist die Zuwachsrate mit 16,2 % auf 34.500 genehmigte Wohnungen ebenfalls zweistellig. Für den Neubau weisen die Statistiker +17,6 % aus; im Bestand sind es mit +3,9 % deutlich weniger.
Aus Sicht des Gesamtverbands Deutscher Holzhandel (GD Holz) reichen die von der Bundesregierung vorgestellten Reformvorschläge nicht aus, um die angespannte wirtschaftliche Lage mittelständischer Unternehmen spürbar zu verbessern. Demnach trügen zeitlich begrenzte Energiekostensenkungen und steuerfreie Mitarbeiterprämien nicht zur eigentlichen Ursachenbekämpfung bei. Darüber hinaus fordert der GD Holz überzeugendes politisches Handeln für die Reformen der Sozialversicherungssysteme, den Abbau von Doppelbelastungen und Bürokratieentlastungen.
Die Homag-Gruppe (Schopfloch) baut eigene Sales- und Servicegesellschaften in Belgien und den Niederlanden auf. Damit können Kunden im Benelux-Raum künftig direkt mit dem Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen zusammenzuarbeiten. Das Direkt-Geschäft ergänze die bestehenden Marktstrukturen, teilt Homag mit, der bisherige Vertriebspartner, die Optimat-Gruppe, bleibe weiterhin berechtigt, Maschinen und Service anzubieten.
Zum 1. April ist Parkettrabatte aus Dortmund der Hagebau beigetreten. Das Hybrid-Unternehmen ist auf Bodenbeläge und Türen spezialisiert und kombiniert stationären Handel und ein digitales Geschäftsmodell. Im Online-Shop wird ein breites Sortiment an Parkett, Laminat- und Vinylböden plus Zubehör und Türen angeobten, ergänzt durch eine über 1.000 m2 große Ausstellung sowie Fachberatung vor Ort und online. Parkettrabatte-Geschäftsführer Tobias Aussieker sieht Vorteile für sein Unternehmen in den Leistungen der Kooperation, insbesondere im Einkauf, der Logistik und der Sortimentsentwicklung, „auch das Ausstellungssystem und die Eigenmarken spielen eine wichtige Rolle.“
Der Industrieverband Klebstoffe (IVK) sieht die Verfügbarkeit zentraler Rohstoffe und Vorprodukte aufgrund der anhaltenden Störungen internationaler Lieferketten unter Druck. In Teilen bestünden bereits spürbare Engpässe. „Wenn die Stoffströme weiter gestört bleiben, spüren das sehr schnell auch viele Anwenderindustrien. Umso wichtiger sind verlässliche und praktikable bürokratische Rahmenbedingungen, um die Versorgungssicherheit und Produktion nicht zusätzlich zu erschweren“, mahnt Ilaria Brillarelli (Wacker Chemie), Vorsitzende im IVK-Arbeitskreis Rohstoffe.